Brief Nr. 5: Rosazea natürlich begleiten

Liebe Rosazea,
du zeigst mir deine roten Flecken, dein Brennen, deine Hitze.
Du machst dich bemerkbar, wenn ich es am wenigsten erwarte.
Manchmal fühle ich dich wie einen Gegner, der mir das Leben schwer macht.
Doch was, wenn du nicht mein Feind bist?
Was, wenn du mir etwas sagen willst, statt mich zu bekämpfen?
Rosazea.
Das Wort klingt so klinisch, so distanziert.
Aber du bist mehr als nur ein Name oder eine Diagnose.
Du bist ein Teil von mir, ein Ausdruck von dem, was in mir vorgeht.
Vielleicht bist du nicht die Ursache meiner Kämpfe,
sondern ein Spiegel meiner inneren Unruhe.
Ich habe gelernt, dass Symptome keine Feinde sind.
Sie sind Zeichen, Hinweise aus meinem Körper und meiner Seele.
Du sprichst leise und manchmal laut,
damit ich innehalte und höre.
Was willst du mir sagen,
wenn deine Wangen glühen?
Welche Geschichte verbirgst du hinter
deinem erröteten Gesicht?
Vielleicht bist du ein Ruf nach mehr Ruhe, nach mehr Sanftheit mit mir selbst.
Ein Hinweis darauf,
dass mein Nervensystem mehr Aufmerksamkeit braucht,
weniger Stress,
mehr Ausgleich.
Du erinnerst mich daran,
dass Haut nicht nur Haut ist.
Sie ist das,
was ich fühle und erlebe,
sichtbar auf meiner Oberfläche.
Ich will dich nicht mehr als Störfaktor sehen.
Ich möchte dich verstehen lernen.
Dich annehmen, auch wenn du dich manchmal widerspenstig zeigst.
Du bist Teil von mir.
Und so wie ich mich um meine Seele kümmere,
will ich auch dir zuhören.
Vielleicht bist du kein Feind.
Vielleicht bist du eine Freundin,
die mich sanft warnt und mich auf meinem Weg begleitet.
Und wenn ich dir zuhöre,
finde ich nicht nur Heilung für dich, sondern auch für mich selbst.
Deine Haut spricht mit dir.
Ich wünsche dir, dass du heute einen Moment findest, ihr zuzuhören.
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